Wer wir sind
Wir sind Sascha und Britta, und dieser Blog ist unserer. Im Mittelpunkt unseres Alltags stehen zwei Old English Bulldogs: Amadeus und Mila, beide reinrassig, beide auch auf unseren sozialen Kanälen zu sehen — nicht als Maskottchen einer Marke, sondern als Familienmitglieder, die nebenbei auch öffentlich auftreten. Sascha betreibt seit Jahrzehnten Aquaristik, eine andere Schule der Geduld. Britta verbringt die Stunden, die nicht den Hunden gehören, am liebsten mit Freunden bei einem langen Abend, an dem man sich Zeit nimmt.
Unter dem Namen Amadeus_OEB betreiben wir Aufzucht und Beratung rund um den Old English Bulldog. Aus dieser Arbeit heraus sind wir oft mit Halterfragen konfrontiert — und mit den Antworten, die der Fachhandel, die Werbung, die Foren und auch die zahlreichen guten Tierärzte parallel und manchmal widersprüchlich anbieten.
Warum dieser Blog
Mit der Zeit, so der Plan, soll daraus ein kleines Lexikon werden: nicht erschöpfend, aber verlässlich. Zu jeder Frage, die wir im Alltag mehr als zweimal gestellt bekommen, soll hier irgendwann ein Text stehen, der den Stand der Forschung sauber referiert, die kommerziellen Interessen benennt und am Ende einen praktikablen Vorschlag macht.
Drei Grundsätze halten wir dabei ein — weil wir uns sonst selbst nicht ernst nehmen könnten:
Sachlichkeit vor Stimmung. Es gibt in der Hundewelt viele Glaubensbekenntnisse — getreidefrei = artgerecht, Geschirr immer besser als Halsband, Wolf = Hund. Manche halten dem Studienstand stand, manche tun es nicht. Wir prüfen, welche.
Benannte Quellen. Wenn wir etwas behaupten, sagen wir, wer es herausgefunden hat — Name, Institution, Jahr, Journal. Wir zitieren keine Studien zeigen-Floskeln. Wer eine Aussage nachprüfen will, soll mit zwei Klicks beim Volltext landen können.
Keine Marketing-Sprache. Wir empfehlen nichts, was wir nicht fundiert empfehlen können. Werbe-Begriffe wie premium, natürlich oder artgerecht haben keine rechtliche Definition; wir vermeiden sie oder benennen, wer sie zu welchem Zweck geprägt hat.
Worüber wir schreiben werden
Die Themen ordnen sich grob in drei Felder:
- Rasse-Spezifisches. Old English Bulldog: Wesen, Gesundheit, Zuchtbasis, Linienarbeit, Junghündinnen, Deckrüden. Was unsere eigene Erfahrung mit Amadeus und Mila hergibt — und was die wenigen, aber wachsenden Forschungsarbeiten zur Rasse beitragen.
- Hundehaltung allgemein. Ernährung (Getreide, BARF, Frischfutter), Equipment (Leinen, Geschirre, Halsbänder), Gesundheit, Erziehung, Sozialisation. Alles, was Halter wissen müssen — und der Fachhandel selten in der Tiefe erklärt.
- Wirtschaft und Politik des Themas. Wer entwickelt eigentlich Futtersorten? Wie funktioniert der Geschirre-Markt? Welche Forschungsförderung steckt hinter welcher Empfehlung? Manchmal hilft der Blick auf das Geld zu verstehen, warum eine Meinung sich so hartnäckig hält.
Ein Schwerpunkt zum Anfang: Hundefutter
Den Auftakt geben wir — naheliegend — dem, was jeden Tag im Napf landet. Wie beim Menschen entscheidet die Wahl der richtigen Nahrung beim Hund nicht nur über die kurzfristige Verträglichkeit, sondern über das langfristige Wohlbefinden. Anders als beim Menschen trifft die Wahl aber nicht der Konsument selbst, sondern jemand, der sich in einem unübersichtlichen Markt orientieren muss: der Halter.
Wir beobachten in der Beratung regelmäßig die gleiche Struktur. Der Halter handelt nach bestem Wissen — das allerdings überwiegend aus Werbebotschaften in Fernsehen und sozialen Netzwerken, aus Influencer-Empfehlungen und aus dem Sortimentskonzept des Fachhandels stammt. Besonders am Anfang, bei der Anschaffung eines Welpen, ist die schiere Anzahl der Angebote überfordernd. Hersteller nutzen diese Überforderung mit geschicktem Marketing: premium, natürlich, artgerecht, biologisch — Begriffe ohne rechtliche Definition, beworben mit Bildern aus dem Wald.
Was häufig fehlt, ist die nüchterne Information. Viele Etiketten deklarieren nicht offen, welcher Anteil tatsächlich Fleisch ist und welcher als Füllstoffe — Hülsenfrüchte, Kartoffelextrakt, billige Getreidefraktionen — die Lücke schließt. Der Hund frisst und gedeiht zunächst sichtbar; die Mangelerscheinungen treten verspätet auf und werden dann oft der Veranlagung, dem Stress oder dem Alter zugeschrieben. In der tierärztlichen Praxis zeigt sich die Folge: chronische Hautprobleme, Allergien, Verdauungsstörungen, über die Jahre auch Beiträge zu Herzerkrankungen. Die emotionale Belastung des Halters und die finanziellen Mehrausgaben sind das beobachtete Ergebnis einer Entscheidung, die Jahre früher unter unzureichender Information getroffen wurde.
Wir haben uns vorgenommen, diese Asymmetrie ein Stück weit aufzulösen. Wer eine Welpenanfrage an uns stellt, bekommt seit Jahren auch eine Beratung zur Erstfütterung mit — kostenlos, weil sie zur Verantwortung gegenüber der Rasse gehört. Im Blog arbeiten wir das Thema in einzelnen Beiträgen auf — die jeweils aktuelle Auswahl findet sich unten in der Übersicht und unter den zugehörigen Tags. Jeder Text steht für sich, ist nach peer-reviewten Quellen belegt und endet mit einem praktikablen Vorschlag.
Wer hier schreibt
Redaktionell verantwortlich: Sascha und Britta. Gelegentlich Gastbeiträge externer Autoren aus der Hundewelt, dann klar gekennzeichnet. Lektorat und Faktencheck: intern, vor jeder Veröffentlichung. Wir freuen uns über Hinweise, Korrekturen und ehrliche Kritik. Wer einen Fehler findet, soll uns das sagen — die Korrektur erscheint im nächsten Update.